Private Krankenversicherung
Werden Sie Patient erster Klasse!
Wichtiges zur Privaten Krankenversicherung:
• Vorteile der privaten Krankenversicherung
• wer kann sich versichern
• Krankentagegeld
• Beitragsbemessung
• gesetzlich, privat oder Zusatz
• für wen lohnt sich die Private
• Leistungsumfang
• Leistungskatalog
• mit der Privaten sparen
• Kosten
• Private Krankenversicherung vergleichen
• den richtigen Tarif finden
• Thema Beitragsentwicklung
• Rückkehr in die Gesetzliche
• Gesundheitsreform 2007
Vorteile der Privaten Krankenversicherung
- Bevorzugte Behandlung als Privatpatient
- Chefarzt und Einbettzimmer
- bis zu 100% Zahnersatz
- Heilpraktikerleistungen und vieles mehr
- weltweiter Versicherungsschutz
- Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit
Wer gesetzlich krankenversichert ist, bleibt auf den Kosten für Chefarztbehandlung,
Zahnersatz, Sehhilfen, alternative Behandlungsmethoden und Medikamente ganz oder
teilweise sitzen. Im Katalog der privaten Krankenversicherer sind diese Leistungen
dagegen in der Regel enthalten. Weiteres wichtiges Plus: Privat Versicherte können
die notwendigen Leistungen ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.
Wer kann sich versichern?
- Angestellte mit gutem Einkommen
- Selbstständige
- Beamte
- Studenten
In der privaten Krankenversicherung (PKV) können sich Arbeitnehmer und Angestellte
versichern, wenn ihr Jahres-Bruttoeinkommen die sogenannte Versicherungspflichtgrenze
das 3. Jahr in Folge übersteigt. Diese liegt im Jahr 2008 bei 48.150 Euro, - das
entspricht einem Monatseinkommen von 4012,50 Euro. Wer noch keine 3 Jahre in Folge
diese Grenze überschritten hat, bleibt pflichtversichert in der Gesetzlichen und
kann seinen Versicherungsschutz lediglich mit einer privaten Krankenzusatzversicherung
aufbessern.
Krankentagegeld
Die Krankentagegeld- oder Verdienstausfallversicherung bietet Ihnen nach Ablauf der
vereinbarten Karenzzeit ein Krankentagegeld in vertraglicher Höhe, ohne Rücksicht
darauf, ob Sie zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden. Als Versicherungsfall
gilt die medizinisch notwendige Heilbehandlung wegen Krankheit oder Unfallfolgen,
in deren Verlauf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird.
Ganz egal ob jemand Mitglied in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung
ist, den Einkommensausfall bei Krankheit kann durch eine Krankentagegeldversicherung
abgesichert werden.
Das Krankentagegeld wird Ihnen ohne zeitliche Begrenzung und steuer-
sowie sozialabgabenfrei für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Sie müssen
Ihrer Versicherung die ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit spätestens am Tag
des vereinbarten Leistungsbeginns anzeigen.
Üblicherweise wird eine auf Ihren individuellen
Bedarf zugeschnittene Karenzzeit vereinbart. Wenn Sie Arbeiter oder Angestellter
sind, haben Sie in der Regel eine Karenzzeit von 42 bzw. 182 Tagen, je nach Dauer
der im Arbeitsvertrag festgelegten Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall.
Beiträge einkommensunabhängig
Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung richten sich nicht nach dem Einkommen,
sondern nach dem persönlichen Krankheitsrisiko, das vom Alter, Beruf, Geschlecht
oder Gesundheitsstatus abhängt.
Aus diesem Grund sind junge, gut verdienende Singles mit der privaten Krankenversicherung
meist besser beraten als mit dem gesetzlichen Pendant: Sie sparen Beiträge und erhalten
bessere Leistungen.
Gesetzlich, privat oder Zusatz?
Prinzipiell ist gesetzlich krankenversichert, wer als Arbeitnehmer oder Angestellter
im Jahr 2008 monatlich weniger als 4012,50 Euro brutto verdient. Liegt das Einkommen
in 3 aufeinanderfolgenden Jahren darüber, können Sie selbst entscheiden, ob Sie eine
GKV oder eine PKV abschließen.
Selbstständige, Freiberufler und Beamte sind unabhängig von der Einkommenshöhe von
der Krankenversicherungspflicht befreit und können zwischen PKV und GKV frei wählen.
Eine Sonderregelung gilt für freiberuflich tätige Künstler und Journalisten: Über
die Künstlersozialkasse sind sie wie Arbeitnehmer bis zur Versicherungspflichtgrenze
in der GKV versichert.
Für wen lohnt sich die Private Krankenversicherung?
Generell gilt: Junge, gut verdienende Menschen mit geringem Krankheitsrisiko sind
mit der privaten Krankenversicherung in der Regel besser beraten. Da die Beiträge
abhängig sind von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand, profitiert diese Gruppe
von niedrigen Kosten bei besseren Leistungen.
Leistungen der Privaten Krankenversicherung
Der größte Vorteil einer privaten Krankenversicherung ist ihre Individualität. Im
Gegensatz zum Standard-Versicherungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen kann der
Leistungsumfang auf den persönlichen Bedarf zugeschnitten werden. Man kann also bestimmte
Leistungen versichern, andere hingegen ausklammern und damit die Beiträge senken.
Manche Leistungen sind jedoch unerlässlich: Auf diese sollten Sie nicht verzichten,
auch wenn Sie dadurch sparen können. So ist beispielsweise für Selbstständige ein
ausreichendes Krankentagegeld wichtig, das vor hohen Einkommensverlusten im Krankheitsfall
schützt.
Umfassender Leistungskatalog
In der Regel sind die Leistungen der PKV weit umfangreicher als die der GKV: Chefarztbehandlung,
Kostenerstattung für Sehhilfen, Medikamente, Massagen und Physiotherapie sowie Zahnersatz
und alternative Heilmethoden trägt die GKV in der Regel nicht oder nur zu geringen
Teilen. Diese Leistungen sind jedoch von der privaten Krankenkasse in der Regel abgedeckt.
Mit der Privaten sparen?
Die Kosten für eine private Krankenversicherung werden nicht wie im Fall der gesetzlichen
Variante vom Einkommen des Beitragszahlers abhängig gemacht. Je nach Gesundheitszustand,
Alter und Geschlecht variieren die Beiträge. Dazu kommt: Private Krankenversicherungen
sind privatwirtschaftlich strukturiert und stehen miteinander im Wettbewerb - zum
Vorteil der Versicherten. Von günstigen Tarifen profitiert in der Regel allerdings
nur, wer rechtzeitig in die PKV einsteigt.
Gerade junge Gutverdiener sollten über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung
nachdenken. Allerdings gilt es bei der Wahl der richtigen Versicherung nicht nur
die aktuelle Lebenssituation zu analysieren, sondern auch den Blick in die Zukunft
zu wagen. Sie wollen bald eine Familie gründen? Dann sollten Sie in der GKV bleiben,
da Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert sind. In
der Privaten müssen Sie für jedes Kind Beiträge leisten.
Kosten der Privaten
Die Beiträge für eine private Krankenversicherung variieren je nach Anbieter, dem
individuellen Gesundheitsrisiko des Versicherten und nicht zuletzt nach dessen Versicherungsbedarf.
Vor dem Abschluss eines Vertrags sollte man sich daher unbedingt ausführlich beraten
lassen.
Außerdem verlangen Anbieter einer PKV mitunter einen Gesundheitscheck beim Arzt,
um das Gesundheitsrisiko zu ermitteln und die Beiträge entsprechend festzulegen.
Wer unter eher leichten Vorerkrankungen wie beispielsweise Übergewicht oder Bluthochdruck
leidet, muss mit einem Risikozuschlag rechnen. Werden schwerere Erkrankungen festgestellt,
lehnen die Versicherer eine Aufnahme des Antragstellers in der Regel ab.
Vorsicht vor Falschangaben: Verschweigen Sie Vorerkrankungen, kann dies zum Verlust
Ihres Versicherungsschutzes führen.
Private Krankenversicherung vergleichen
Wir sagen Ihnen, wieviel Sie für eine private Krankenversicherung ungefähr bezahlen
müssen.
Sie können zwischen einem Basisschutz, einem Standardschutz und einem Komfortschutz
unterscheiden.
Suchen Sie einen Komfortschutz, müssen Sie deutlich tiefer in die Tasche greifen
als bei einem Basisschutz. Dafür erstattet die Krankenversicherung im Krankheitsfall
meist deutlich umfangreicher.
Den richtigen Tarif finden
Sie erwarten von Ihrer Krankenversicherung Leistungen, die über das gesetzlich vorgeschriebene
Mindestmaß hinausgehen? Sie sind alleinstehend, berufstätig und verdienen gut? Dann
haben Sie vielleicht schon die Entscheidung für eine private Krankenversicherung
getroffen. Doch Vorsicht: Nun kommen eine Vielzahl von Tarifen, Gesellschaften und
Angeboten auf Sie zu. Der Markt privater Krankenversicherer ist derart komplex, dass
Experten dringend davon abraten, die Versicherung online ohne vorherige Experten-Beratung
abzuschließen.
Einen guten Makler erkennen Sie daran, dass er Ihnen eine Vielzahl von Angeboten
vermitteln kann und nicht auf bestimmte Gesellschaften spezialisiert ist. Noch einfacher
wird die Suche mit unserem Vermittlungssystem. Auf Wunsch stellen wir Kontakt zu
einem kompetenten und von unseren Kunden bewerteten Versicherungsmakler her, der
Ihnen bei der Wahl der richtigen Versicherung zur Seite steht.
Thema Beitragsentwicklung
Mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge für eine private Krankenversicherung.
Da ältere Menschen häufiger auf ärztliche Hilfe angewiesen sind, legen Versicherer
einen Teil der in jungen Jahren gezahlten Beiträge an, um damit die Kosten im Alter
zu decken. Diese Zeit zum Sparen fehlt, wenn Kunden erst spät in eine PKV eintreten
und wird dies durch höhere Beiträge ausgeglichen. Mit dem Abschluss einer Privaten
sollten Sie also nicht zu lange warten. Je jünger Sie beim Wechsel in die PKV sind,
desto günstigere Konditionen können Sie erwarten. Dennoch sind auch Privatversicherte
nicht vor steigenden Beiträgen sicher. Krankenversorgung und Behandlungsmethoden
werden immer besser, aber auch deutlich teurer. Versicherungsgesellschaften legen
diese Kosten auf ihre Kunden um.
Wer seine Beiträge im Alter nicht mehr bezahlen kann, hat die Möglichkeit, in den
Standardtarif der PKV zu wechseln. Älteren Kunden werden die Leistungen der gesetzlichen
Krankenkassen garantiert - zu einem Beitrag, der nicht höher sein darf als der durchschnittliche
Höchstbeitrag gesetzlicher Kassen.
Rückkehr in die Gesetzliche
Bevor Sie sich für eine bestimmte Versicherung entscheiden, sollten Sie sich in jedem
Fall umfassend informieren und beraten lassen.
Wer von der gesetzlichen Kasse zu einem privaten Anbieter wechseln möchte, sollte
den alten Vertrag erst dann kündigen, wenn die Private den Abschluss bestätigt. So
ist ausgeschlossen, dass der Antrag auf Grund von Vorerkrankungen abgelehnt wird
und der wichtige Krankenversicherungsschutz fehlt.
Wer einmal in der PKV versichert ist, kann nicht mehr ohne weiteres zurück in die
Gesetzliche. Nur wer arbeitslos wird oder nachweisen kann, dass sein Bruttogehalt
mindestens zwölf Monate unter der Versicherungspflichtgrenze lag, kann in die Gesetzliche
zurück. Mit einer Einschränkung: Diese Ausnahme gilt nur für Versicherte bis zum
55. Lebensjahr.
Änderungen durch die Gesundheitsreform 2007
Einführung eines Basistarifes:
Ab 1.7.2007 bietet jeder private Krankenversicherer
einen Standardtarif an, der vergleichbare Leistungen vorsieht, wie die gesetzliche
Krankenversicherung. In den Standardtarif kann jeder freiwillig gesetzlich Versicherte
innerhalb von 6 Monaten wechseln. Ab dem 1.1.2009 wandelt sich dieser Standardtarif
dann in den Basistarif. Die Beiträge zu diesem Basistarif werden nur nach Alter und
Geschlecht ermittelt: Risikozuschläge für bestehende Erkrankungen darf Ihnen der
private Krankenversicherer nicht berechnen. Der Monatsbeitrag zum Basistarif darf
nicht höher sein als der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, der
zur Zeit bei rund 500 Euro liegt. Ist Ihr Ehepartner auch in einem Basistarif versichert,
darf die Prämie für Sie beide zusammen nicht höher sein als 150 Prozent des Höchstbeitrags
zur gesetzlichen Krankenversicherung.
Wechsel des privaten Krankenversicherers:
Sind Sie bereits privat krankenversichert
und wollen zu einem anderen PKV-Anbieter wechseln, haben Sie es ab dem 1.1.2008 leichter:
Die Altersrückstellung, die Sie beim bisherigen Versicherer gebildet haben, können
Sie zukünftig im Umfang des Basistarifs zum neuen Privatversicherer mitnehmen. Dadurch
bleiben Ihre Beiträge auch nach dem Wechsel später vergleichsweise stabil. In den
ersten fünf Jahren gilt die neue Mitnahmeregel für alle, die älter als 40 Jahre sind.
Ganz geöffnet wird das System ab 2013. Ihr neuer Privatversicherer muss die Beiträge
nach dem Eintrittsalter berechnen, in dem Sie Ihre alte Versicherung abgeschlossen
haben.
Von der Gesetzlichen in die Private:
Die Versicherungspflichtgrenze der gesetzlichen
Krankenversicherung liegt für Arbeitnehmer 2007 bei einem Jahreseinkommen von 47.770
Euro, das entspricht 3.975 Euro im Monat. Wenn Sie mehr verdienen, dürfen Sie zu
einem privaten Krankenversicherer wechseln. Das geht allerdings nur , wenn Ihr Gehalt
zum Zeitpunkt des Wechsels seit mindestens drei Jahren über der Einkommensgrenze
liegt. Seit dem 1.7.2007 wird es möglich sein in einen Standardtarif, ähnlich dem
Basisvertrag, ohne Risikozuschläge zu wechseln. Waren Sie vorher gesetzlich versichert
und wollen zum 1.7.2007 Kunde eines privaten Krankenversicherers werden, müssen Sie
also seit 2004 über der Versicherungspflichtgrenze verdient haben. Als freiwillig
gesetzlicher Versicherter, wie beispielsweise als Selbstständiger oder als Beamter
können Sie, wie bisher, ohne Fristen und Einkommensgrenzen in die Private wechseln.
Wenn Sie nicht krankenversichert sind:
Haben Sie Ihren Versicherungsschutz aus irgendeinem
Grund verloren, können Sie ab dem 1.7.2007 immer in die Krankenversicherung zurück,
bei der Sie zuletzt versichert waren - ob gesetzlich oder privat. So soll vermieden
werden, dass Menschen überhaupt keinen Krankenversicherungsschutz bekommen. Wenn
Sie als Bundesbürger ohne Krankenversicherungsschutz aus dem Ausland zurückkehren,
werden Sie je nach Status der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung
zugeordnet: Waren Sie zuletzt als Arbeitnehmer versichert, können Sie in die gesetzliche
Krankenkasse zurück. Waren Sie beispielsweise Selbstständiger, Beamter oder Soldat,
versichern Sie sich privat.